Der Europäische Rat hat als eines der Ziele der "Lissabon Strategie" definiert, dass die Beschäftigungsquote der 55 bis 60 - Jährigen bis zum Jahr 2010 auf 50% anwachsen soll. In Luxemburg ist die Quote im Vergleich zum europäischen Durchschnitt gering. Sie lag im Jahr 2007 bei 33%.
Das Centre Jean-Baptiste Rock organisiert im Rahmen seiner Sensibilisierungskampagne 45plus einen Konferenzzyklus, der sich schwerpunktmäßig mit dem Themenkomplex demographischer Wandel und alternde Belegschaften auseinandersetzt.
Ziel der vom Europäischen Sozialfond und dem Ministerium für Arbeit und Beschäftigung unterstützten Kampagne ist:
- die Allgemeinheit zu informieren und zu sensibilisieren
- die Betroffenen zu mobilisieren und zu begleiten
- ausgewählte Best Practice Beispiele aus Luxemburg vorzustellen
Welche Fragen müssen in Bezug auf die Thematik demographischer Wandel und alternde Belegschaften aufgeworfen, welche Antworten bzw. Denkanstösse können bereits heute gegeben werden? Dies soll im Rahmen des Konferenzzyklusses erörtert werden.
Programmübersicht (358 Kb, pdf)
In einer Gesellschaft die sich in beständiger Veränderung befindet, nimmt Weiterbildung während des gesamten Lebens einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Eine gute Ausbildung mit einem Abschlussdiplom erhöht die Chancen eines jungen Arbeitssuchenden deutlich, um sich auf dem Stellenmarkt zu positionieren. Allerdings reicht diese nicht für das gesamte Berufsleben aus. Man muss bereit sein kontinuierlich in seine Weiterbildung zu investieren, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können.
Aber was ist zu tun, wenn der Arbeitgeber ausschließlich in die Weiterbildung seiner jüngeren Angestellten investiert? Wie kann man seinen Nutzen für das Unternehmen in den Vordergrund stellen, und wie kann man erreichen seine eigenen Qualifikationen zu erhöhen? Was ist richtig an den oft gehörten Aussagen, dass Menschen Schwierigkeiten haben, ab einem gewissen Alter Neues zu erlernen? Ist es angebracht, sich beruflich neu zu orientieren, wenn man die „45“ überschritten hat?
Diese Konferenz wird versuchen, zu Überlegungen anzuregen und eventuell auch Antworten zu geben:
|
Impulsreferent: |
Herr Professor Christian Stamov Roßnagel von der Internationalen Universität Bremen vom "Jacobs Center for Lifelong Learning and Institutional Development" |
| Teilnehmer: |
- Jos Noesen , Pädagoge, Abteilung Berufliche Bildung, Ministerium für |
| Moderator: | Roland Houtsch, Journalist |
Programmübersicht (357 Kb, pdf)
Während diese paradoxe Situation, die im Konferenztitel ihren Niederschlag gefunden hat, fast aberwitzig erscheinen mag, ist sie doch für viele Betroffene, die die „ 45“ überschritten haben, bittere Realität. Diejenigen Älteren, die das Pech haben ihren Arbeitsplatz zu verlieren, haben kaum mehr Aussichten eine neue Stelle zu finden.
Häufig sehen sie sich auch noch mit zahlreichen Vorurteilen konfrontiert, sie seien unflexibel und wenig lernfähig; kurz sie stellten ein Innovationshindernis in einer Gesellschaft die dem Jugendwahn huldigt da.
Was können Sie in dieser Lage tun, wenn Sie arbeiten möchten bzw. müssen und Ihre Rente noch in weiter Ferne liegt, der Arbeitsmarkt Ihnen aber keine Möglichkeit hierzu einräumt? Welches sind die häufigsten Vorurteile, mit denen sich die Generation 45plus konfrontiert sieht und wie kann man diesen Vorurteilen entgegentreten? Welche Möglichkeiten bestehen, um auf seine Fachkunde und sein Erfahrungswissen, welche im Laufe eines langen Erwerbslebens erworben wurden, hinzuweisen? Wie kann man sich seiner Stärken, seines Potentials bewusst werden und sie artikulieren lernen. Wie kann man seine Karriere nach „45“ aktiv verwalten?
| Impulsreferent: |
Herr Mirko Sporket von der Forschungsgesellschaft für Gerontologie an der Universität Dortmund |
| Teilnehmer: |
- Rita Knott, Coach und Mentorin |
| Moderatorin: | Maryse Lanners, Journalistin |
Programmübersicht (357 Kb, pdf)
Welches sind die Auswirkungen der demographischen Alterung und der Bevölkerungs-schrumpfung auf die Wirtschaft und die europäische Gesellschaft im Allgemeinen? Welche Probleme können hierdurch entstehen?
Luxemburg hat Dank des kontinuierlichen Zustroms ausländischer Arbeitskräfte kaum Handlungsbedarf gesehen in punkto demographischer Alterung aktiv zu werden. Aber dieser Aufschub ist nicht von Dauer und auch unser kleines Land kommt nicht umhin, sich mit dieser Problematik und den damit einhergehenden Herausforderungen auseinander zu setzen.
Welche Auswirkungen sind beispielsweise auf unser Rentensystem zu erwarten? Wie wird sich die Lage auf unserem Arbeitsmarkt in 10 Jahren darstellen? Werden die Unternehmen in Luxemburg wettbewerbsfähig im Kampf um neue Arbeitskräfte bleiben?
Welches sind die Reaktionen der Politik, um sich dieser Herausforderung zu stellen? Welche Maßnahmen werden ergriffen, um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen?
Kann sich eine alternde Gesellschaft noch erlauben, dem Jugendwahn auf Kosten der Erfahrung und des reiferen Alters zu huldigen?
Seien Sie herzlich eingeladen mit uns über dieses Thema zu diskutieren.
| Impulsreferent: | Herr Dr. Lothar Kuntz vom INFO-Institut Saarbrücken Vortrag Herr Dr. Lothar Kuntz Vortrag (724 Kb, pdf) |
| Teilnehmer: |
- François Biltgen, Minister für Arbeit und Beschäftigung |
| Moderator: | Laurent Zeimet, Journalist |
Programmübersicht (350 Kb, pdf)
Bevölkerungsüberalterung und Rückgang der aktiven Bevölkerung einerseits sowie die Verherrlichung alles Jungen und Dynamischen andererseits wird die Unternehmen in den kommenden Jahren vor eine große Herausforderung stellen. In naher Zukunft wird die Anzahl der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte sowohl in Luxemburg als auch in der Großregion einen erheblichen Rückgang zu verzeichnen haben. Dann werden es die über 45-jährigen Erwerbstätigen sein die ein nicht zu vernachlässigendes Arbeitskräftereservoir bilden, aus dem man schöpfen muss. Nur dies kann auf lange Sicht das Überleben der luxemburgischen Wirtschaft sichern Hierzu Bedarf es aber eines grundlegenden Wandels in der Gesellschaft im Allgemeinen und in der Unternehmenskultur im Besonderen. Diese Konferenz hat zum Ziel den Unternehmen Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen, um für die Herausforderungen des demographischen Wandels besser gewappnet zu sein. Was müssen Unternehmen tun, um die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter zu erhalten und deren Einsatzfähigkeit altersunabhängig zu gewährleisten? Sind aktiv betriebene Gesundheitsvorsorge und Steigerung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz Mittel, um die Produktivität der über 45 jährigen Arbeitnehmer zu erhöhen? Wie kann gewährleistet werden, dass vor Eintritt in den Ruhestand ein Wissenstransfer sozusagen von einer Generation zur anderen stattfindet, damit den Unternehmen nicht unwiederbringlich wichtiges Know-How verloren geht? Welche Vorteile können Unternehmen durch den Einsatz von altersgemischten Teams erreichen?
| Impulsreferent: | Frau Christiane Flüter-Hoffmann vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln Vortrag Frau C. Flüter-Hoffmann (2.8 Mb, pdf) |
| Teilnehmer: | - Guy Castegnaro, Anwalt , spezialisiert auf Arbeits-und Sozialversicherungsrecht - Claudia Hartmann-Hirsch, CEPS/INSTEAD - Dr. Patrizia Thiry-Curzietti, Arbeitsmedizinerin, ASTF - Yvonne O’Reilly , HR Managerin , State Street Bank |
| Moderator: | Eliane Fuchs, Vorstehende des P.O.G. (Netzwerk vun Personal-Verantwortlichen) |